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Weissrussland

Mit dem uebertritt der Grenze werde ich zum Analphabeten.Schilder,Werbung,Zeitungen,alles verwandelt sich in kryptische Kyrilische Buchstaben.Nur das Wort Minsk auf den Schildern ist noch zu entziffern.Mein Navigationssystem weiss den Weg bis Minsk,geht aber alle paar sekunden aus weil die Stromversorgung schlecht ist.Als erstes fahre ich durch Brest.Es faellt auf,das kaum Werbung zu sehen ist.Faszinierend ist die Kommunistische Architektur,alles ist sehr Pompoes und wohl am ehesten mit dem Haus des Lehrers am Alexanderplatz oder dem Sowjetischen Ehrenmal zu vergleichen.Die Autos und Fahrzeuge sind fast alle neueren ursprungs und das ganze Land wirkt eher wohlhabend.Es wird viel gebaut. Als naechstes fueht mich mein Weg auf die Autobahn nach Minsk.Es heisst zumindest autobahn und sieht auch so aus.Eine gut erhaltene Zweispurige Strasse mit Seitenstreifen in beide Richtungen,90Kmh ist die Geschwindigkeitsbegrenzung,das ist ja gar nicht so schwer.Ich fahre die ersten Km bis auf einmal auf der Autobahn ein Zebrastreifen auftaucht,ich bremse fast bis zum Stand und bin doch etwas verwundert.Neben dem Schild fuer den Fussgaengerueberweg haengt das Schild 90. Aber auch sonst hat die Autobahn in der Russischen Foederation so einiges an Ueberraschungen zu bieten.So fahren auch Traktor und Maehdrescher auf der Autobahn.Ausserdem darf anscheinend ohne geschwindigkeitsbegenzung ueber die Autobahn abgeschleppt werden.Ich merke das als ich bei einsetzender Dunkelheit auf der ueberholspur einen Pkw mit 90 ueberhole,im dem Moment in dem ich auf gleicher hoehe bin merke ich das er einen dunklen Klumpen im Schlepptau hat .Er schleppt ein unbeleuchtetes Fahrzeug mit ca.80 Kmh ueber die Autobahn ab!Beleuchtung scheint auch nur benutzt zu werden wenn sie geht.Man sieht viele Fahrzeuge mit Standlicht oder komplettausfall der Beleuchtung fahren,ein Grund nicht im Dunklen unterwegs zu sein. Auf dem Mittelstreifen sind Ziegen zum grasen angebunden.Man sieht viele defekte Fahrzeuge auf dem Standstreifen,wer seinen Werkzeugkasten dabei hat faengt gleich auf dem Standstreifen an zu basteln.Ausserdem wird der standstreifen auch noch von Radfahrern benutzt.Am sonderbarsten finde ich aber die fliegenden Haendler auf der Autobahn.An vielen Ausfahrten ,manchmal auch auf der Strecke sitzen alte Frauen mit Kopftuch und verkaufen Pilze,Fruecht und Gemuese.verspuert man also den drang zu shoppen oder es faellt einem auf dem weg nach Hause ein, das man noch Obst vergessen hat setzt man auf der autobahn den Blinker,oder auch nicht.Anschliessend faehrt man auf den Standstreifen und schachert um den Preis waehrrend die Lkws an einen vorbeidonnern. Spaeter sehe ich nich eine ganze Reihe von Fahrzeugen auf dem Standstreifen stehen,ein massenunfall denke ich und gehe vom gas.Aber die Loesung ist einfacher.Neben der Autobahn scheint ein schoener Angelsee zu sein.Die Besitzer der Fahrzeuge haben ihren Wagen auf dem Standstreifen geparkt und sind angeln gegangen. Beim ersten Tankstop mache ich bekanntschaft mit einen Motorradfahrer aus moskau der mir ein nahegelegenes Hotel empfiehlt und mir seine Adresse in moskau gibt. Dann lerne ich das Russische Tanksystem kennen.Es ist hier naehmlich ueblich vorher zu bezahlen,damit keiner bescheissen kann.Ich gehe also zur Kasse.Dort warten aber schon ein paar andere Lkw-Fahrer.Fast alle haben Dicke Baeuche uns Fleckige t-shirts.Anscheinen kann man aber auch mit Sandalen Lkw fahren.Hinter der Kasse sitz eine Boese aussehende Frau die eine Portion Nudeln verdrueckt. Wir muessen warten gibt sie mit Handzeichen zu verstehen,10min vergehen. Die Lkw-Fahrer machen anscheinen freche bemerkungen und wedeln mit Geldbuendeln. Als ich dran bin versuche ich 10l 95oktaniges Bezin zu bezahlen.Sie versteht mich nicht.Am Ende schreibe ich die Nr. der Zapfsauele,die Menge des Benzins und die Qualitaet auf einen Zettel,schaetze die Summe ab und hole dann das Geld aus meiner Tasche.Weissrussland steckt in der Inflation und hat gerade eine abwertung der Waehrung hinter sich.Waehrrend ich normalerweise versuche nicht zu viel Geld in der Oeffentlichkeit zu zeigen geht das hier nicht.Fuer die 80 Euro die ich in der Wechselstube gelassen habe,gibt es ein Geldbuendel,das ich kaum mit einer Hand umfassen kann.Ich zahle etwa 6Euro fuer die 10l,dann gehe ich zum Motorrad und halte den Ruessel rein.Bei exakt 9,8l wird der Strahl duenner und die letzen ml tropfen wirklich nur noch.Es gibt noch eine Tankvariante fuer fortgeschrittene bei der man einfach einen grossen Betrag an der Kasse hinterlegt und dafuer tanken kann bis voll ist,aber das habe ich noch nicht versucht. Der russische Motoradfahrer hat mir ein Hotel in einem Ort namens Baravinichy empfohlen.Auf der Autobahn fahre ich durch lange Waldpassagen und ueberlege ob ich nicht einfach im Wald schlafen soll.Ich habe ein Zelt und einen Schlafsack im Gepaeck.Dann ziehen einzelne Schilder an mir vorbei.In ihrer Aufmachung erinnern sie an Naturschutzschilder.Auf ihnen ist z.B ein brennender Hase zu sehen und eine durchgestrichene Zigarette.Dann folgen schilder mit Rehen,Hirschen unf ganz zuletzt ist ein froehlich schauender Baer zu sehen der mir mit seiner Tatze zuwinkt.Ich frage mich kurz ob es in Russland Wilde Baeren gibt,dann beschliesse ich doch lieber zum Hotel zu fahren.Das Navi erkennt den Zielort und schickt mich in der Dunkelheit in eine kleine Stadt am Rande der Autobahn.Meine versuche den Zielort zu erfragen scheitern am Mangelnden Russisch,doch dann fahre ich an einer Pferdestatur vorbei,die mir beschrieben worden ist.Das Hotel ist ein langer Plattenbau an dem gerade gebaut wird.Ich will gerade an der Baustelle vorbeifahren als ich im inneren Licht sehe.Ich stoppe und sehe im dunklen vor dem Eingang Tatsaechlich einige Leute stehen.Zwei maedchen und Zwei Jungen.Die Frauen tragen Ultraknappe Klamotten,was nicht unueblich ist.Trotzdem frage ich mich kurz ob das Hotel auch stundenweise vermietet wird.Am tresen bereite ich mich auf eine qualvolle Konversation mit Handen und Fuessen vor und treffe auf eine Angestellte die Perfektes Englisch spricht.Innerhalb von 5 Minuten sind Zimmer und Parkplatz geklaert (in Russland werden teurere Fahrzeuge und Motorraeder nachts auf bewachten Parkplaetzen abgestellt) und ich fahre hoch in den 6 Stock.Das Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen,aber der Charme ist noch zu erkennen.Das Plattenbauzimmer ist mit Parkett ausgelegt und die Moebel sind aus echtholz und sehr alt.Alles in allem macht es einen etwas verwohnten aber sehr gemuetlichen Eindruck. Zufrieden endlich angekommen zu sein falle ich ins Bett.

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Terespol-Biala podlaska-....Die weissrussische Grenze

 

 Morgens gehe ich als erstes runter und schaue mir die abdichtarbeiten am Ventildeckel an,alles dicht.bester laune gehe ich in das restaurant des hotels um mir das versprochenene fruehstueck abzuholen.die bedienung versteht mich nicht,bringt aber trotzdem etwas.Es gibt 2 Wuerstchen,pulverkaffe und 1 scheibe brot.Neugierig werfe ich einen blick auf den nachbartisch um zu erkennen was leute kriegen die sagen koennen was sie wollen,richtiger Neid kommt aber nicht auf.

Nachdem das ganze fruehstueck eingebaut ist fahre ich guter dinge zur Grenze.Die ausreise aus Polen ist auch kein Problem,schon hebt sich meine Stimmung wieder etwas.Aber zu einer Grenze gehoeren immer 2 Laender.Es Stauen sich jede Menge Autos und nichts passiert,dann sehe ich das es eine Extra-abfertigung fuer EU-Buerger gibt,die komplett leer ist,entspannt rolle ich an dem Stau vorbei.Weiter vorne wird ein Schlagbaum sichtbar und ein weissrussischer Grenzer laesst sich Ausweise zeigen.Er Traegt ein Gruenes Hemd und die Typische riesige Muetze mit Stern,Ich ueberreiche meinen Ausweis,bleibe aber gleich mit laufendem Motor auf der Maschine sitzen,ich will schliesslich nach Russland.Der Grenzer kommt zurueck und schuettelt den Kopf.Er beginnt in meinem ausweis zu Blaettern und zeigt mir das Russische Visa."Russia.Visa"sagt er.Dann findet er das Mongolische Visa und zeigt es mir."Mongolia,Visa". Dann sagt er "Belaruss,Transit-Visa",die Seite in meinem Pass auf die er jetzt zeigt ist leer,das koennte ein Problem sein."OK"sage ich "where i can get".Der Beamte schuettelt nur den Kopf und sagt "Go".Er spricht in sein Funkgeraet und schickt mich weiter in die Grenzanlagen.Bei einem kleinen Container wartet ein anderer Grenzer mit einer noch groesseren Muetze.Er nimmt meinen Ausweis und verschwindet erstmal.Kurz darauf ist er wieder zurueck und gibt mir einen Zettel."embassy"sagt er und meint damit ich soll zur Botschaft fahren.Mir wird kurz warm und ich erinnere mich das Warschau entspannte 400Km hinter mir liegt.Dann sehe ich den Zettel, "Biala Podlaska" steht drauf und eine Strasse ist auch dabei.Ich muss die E30 ca.25Km zurueckfahren.ich tippe den Ortsnamen und die Strasse in das Garmin Navigationssystem und es erkennt das Ziel an.

Gutes Wetter auf dem weg nach Biala,auch die Botschaft ist schnell gefunden.Vor der Botschaft ist eine schlange,ich stelle mich erstmal an,wo Leute warten gibts was.Alle Aushaenge vor der Botschaft sind nur in Russisch aber ich glaube die oeffnugszeiten zu erkennen. 9Uhr bis 12Uhr,es ist 11.30.Vor dem Tor der Botschaft stehen und sitzen Menschen,die nacheinander reingelassen werden.Hinter mir tritt ein Typ in meinem Alter an die Schlange heran und fragt etwas."English",sage ich und die unterhaltung geht auf english weiter."Martin",wie er sich vortellt hat auch TransitVisa zu beantragen und bietet mir seine Hilfe an.er haelt jedoch gleich 8 Paesse in der Hand und erklaert,das sei fuer seine Lkw-Fahrer.Er arbeitet fuer eine groesse Firma die Fruechte und Elektronik von Europa Nach Russland Transportiert.50 Lkws fahren im Moment.Er sagt das ich ein mit Computer ausgefuelltes Formular benoetige und zeigt mir ein russisches Formular.Ich erhalte in der Botschaft das Formular und die Adresse einer Agentur die beim ausfuellen helfen soll.Als ich das Formular in Russisch sehe und auf die Uhr schaue entscheide ich nicht noch einen Tag in Terespol zu bleiben und statt dessen ueber estland zu fahren.1000Km umweg aber erfolgversprechender als mich mit der weissrussischen Buerokratie herumzuschlagen.Vielleicht ist das der Preis den man zahlen muss wenn man zu unvorbereitet an die sache rangeht.Mal sehen wofuer es gut ist,denke ich.

In diesem moment ist Martin neben mir.Ich schaue etwas geknickt und teile ihm meine entscheidung mit."No Problem" sagt er und laesst sich von mir den Pass und den Zettel geben.Er spricht kurz mit der Bedienung am Schalter und sagt wir haben 20min. um das Dokument ausgefuellt zurueckzubringen.zu diesem Zeitpunkt hat die Botschaft aber schon 1 geschlossen.

ich spreche ihn darauf an und er sagt das er 2 mal die Woche in der Botschaft ist und alle Leute da kennt.Draussen steht sein neuer BMW,wir werfen meinen Rucksack in den Kofferraum und fahren zu der Agentur die das Dokument ausfuellen soll.die Agentur wirkt eher wie ein reisebuero.Ich nehme an einem Tisch Platz und die Frau mir gegenueber beginnt die Daten aus meinem Reiswepass zu uebernehmen.Martin will wissen ob ich verheiratet bin.Ich verneine und frage wer das wissen moechte,er zeigt auf die Frau mir gegenueber.Ich schaue ueber den Schreibtisch und meine "sachbearbeiterin"wird etwas Rot und starrt auf ihren Computer,ich laechle.Schliesslich wird noch eine Gebuehr faellig,ich habe mein Geld im Auto,Martin legt aus.Am Wagen versuche ich ihm den Betrag zurueckzugeben aber er sagt nur "du brauchst das Geld fuer deine Reise".Wir fahren zurueck zur geschlossenen Botschaft,Martin klingelt,sagt etwas in die sprechanlage und wir sind drin.Er legt meinen Pass und das Formular zu senem haufen und schiebt alles ueber den Tresen.Jetzt muessen wir noch zur Bank,60Euro ueberweisen und 1 Stunde warten.Wir gehen etwas essen und unterhalten uns.Ich schaffe es als Dankeschoen wenigstens das essen zu bezahlen.

Eine Stunde spaeter gehts zur Botschaft und in meinem pass klebt ein frisches Transitvisa.Martin und ich tauschen adressen und Telefonnummern und er bittet mich eine Postkarte zu schicken falls ich es bis in die Mongolei schaffe.

Ich Rolle zurueck zur Grenze,es ist 15 Uhr,die ganze Operation hat mich etwas 4 Stunden gekostet.Ich Rolle wieder durch die grenzanlagen und treffe auf den selben grenzer.Er ist augenscheinlich etwas verwundert das ich so schnell wieder da bin und prueft mein Visa genau.er gibt mir den Pass zurueck.als ich zugreifen will haelt er den pass fest und sagt "live insurrance".ich habe keine lebensversichering abgeschlossen aber bei dem transitvisa ist eine krankenversicherung inclusive.ich zeige das papier und darf zur "Registrierung" weiterfahren.

 

"Registrierung"ist ein riesieger plattenbau mit vordach vor dem autos in langen schlangen in der sonne stehen.nichts bewegt sich.die grenzer stehen in kleinen gruppen zusammen und quatschen.vielleicht ist pause,vielleicht geht es aber auch den ganzen tag so.ich werde von den autofahrern in der schlange nach vorne gewinkt.unter meinem schwarzen helm wird es langsam warm.ich sehe einen container an der seite stehen auf den irgendwas mit "auto" steht.ich vermute das ich hier mein kfz-versicherung fuer weissrussland kriege und frage nach.die frau in dem container versteht mich zwar nicht,kann sich aber denken was ich brauche.10 min spaeter bin ich fuer 2euro 3 tage versichert,wen ich die daten in dem russischen papier richtig deute.

Dann werde ich unter das vordach gewinkt und treffe wieder auf den kleinen grenzer der mir am vormittag die adresse gegeben hat.Er will den 'Passport" und den "Passport machina"soweit komme ich noch mit und ueberreiche ausweis und fahrzeugpapiere.Dann wird es kompliziert,er fragt mich irgendwelche sachen,wir verstehen uns null.er rennt aufgeregt unter dem vordach hin und her und wird immer ungehaltenener ,die anderen grenzer lachen.Ich weiss nicht weiter aber mir ist aufgefallen das neben mir unter dem vordach ein auto mit deutschem kennzeichen gehalten hat.ich lenke die aufmerksamkeit des zoellnersw mit meinen blicken auf die beiden fahrer des wagens.Auch er sieht die beiden und dann dasw kennzeichen.er winkt die beiden ran und laesst sich erst mal die ausweise zeigen.der fahrer stellt sich als Valerie vor und nachdem ich erzaehlt habe das ich ohne russischkentnisse das land durchqueren moechte und obendrein keine Vodka bei mir habe sagt Valerie :"du bleibst besser bei uns,wir bringen dich durch die Grenze'

Und so passiert es.Valerie schiebt einfach ueberall meine papiere mit durch.am laengsten dauert das uebertragen der fahrzeugpapiere in einen russischen fahrzeugschein.nach 3 stunden sind wir endlich durch.als ich zum motorrad zurueckkome sehe ich neben mir einen neuen BMW bei dem die grenzer in den kofferraum schauen wollen.leider klemmt das schloss,nichts geht.der Fahrer versucht gestenreich zu erklaeren.Um ihn herum stehen 3 Grenzer ,einer mit brecheisen und schauen ihn an wie den letzten luegner.andere leute haben also auch probleme.Ich fahre mit Valerie aus den grenzanlagen und wechsle noch etwas geld.Valerie gibt mir noch seine Handynummer falls im grossraum moskau problemem auftreten.Ich bin den beiden sehr dankbar und sage es ihnen auch.

"ohne eure Hilfe haette ich wirklich probleme gehabt!"

 

1 Kommentar 25.7.11 01:21, kommentieren

Warschau-terespol

Morgens fruehstuecken wir bei "coffee Heaven".Ein kaffee und ein Stueck kuchen stellen mein gleichgewicht wieder her.Dann holen wir die Maschienen aus der Garage und ich verabschieden nina.

Dann kommt der Teil den ich vertagt habe.An der Honda ist die komplette elektrik ausgefallen.zuerst wechsle ich das kaputte laempchen in der Heckbeleuchtung und dem linken Blinker.Nach einigen messungen und der Demontage der seitenverkleidung faellt mein augenmerk auf die Hauptsicherung und in diesem moment faellt mir auch ein was ich nicht dabei habe.Ich habe neben einem messgeraet und ersatzbirnen sogar eine zweite Lichtmaschine einegepackt aber keine ersatzhauptsicherung.Also laufe ich durch warschau aber bei keiner Tankstelle oder werkstatt ist eine ersatzsicherung aufzutreiben.schliesslich biege ich die Kontakte einer 15A"Torpedo"-sicherung nach oben und presse sie mit einer Zange in die alte fassung,die elektrik funktioniert wieder!

Also auf zur weissrussischen grenze,vorher noch den oelstand geprueft...und die naechste ueberraschung der mess-stab ist fast trocken.Ich fuelle fast 500ml nach.ich weiss das der ventildeckel zuletzt etwas geoelt hat,das problem scheint sich verschaerft zu haben. 

Ich fahre bis zur Grenze nach terespol und gehe dort in ein Hotel.Nach einer kurzen Pause beschliesse ich das oel-problem zu loesen.Ich habe vorher noch mal voll getankt,das heisst der Sprit steht bis zum Rand.Ich tauche etwas klopapier in den Tank und reinige damit den oelverschmierten ventildeckel.Normalerweise muss fuer das abdichten des ventildeckels der motor ausgebaut werden,diese Zeit habe ich nicht.Ich verteile grosszuegig Hylomar ueber den verdaechtigen stellen und schmiere es breit .Bei einem oelverlust von 1/2 l auf 400Km habe ich keinerlei aesthetische skrupel mehr.Die knallrote dichtmasse auf dem Ventildeckel passt auf jeden fall zur rahmenfarbe.Am naechsten Tag stellt sich raus:der Deckel ist Dicht!

Abends sitze ich auf dem Balkon und schaue in richtung weissrussische grenze.Als europaer und kind des schengener abkommens bin ich kaum noch echte grenzen gewohnt.Weissrussland gilt als die letzte Diktatur in der naehe von Europa.

Bis ich 7 Jahre alt war mussten wir regelmaessig aus Berlin ueber die Transitstrecke durch die DDR.Bellende Hunde,spiegel die unter Autos geschoben werden und gepaeck das auf grossen tischen zerwuehlt wird,das sind meine vorstellungen wenn ich an eine "echte" grenze denke.Ich weiss das mir irgendwelche Papiere fehlen und gestehe mir eine subtile Angst vor dieser Grenze ein.Ich beschliesse den Grenzuebertritt so neutral und ruhig wie moeglich anzugehen...

 

1 Kommentar 22.7.11 09:09, kommentieren

Warschau 2

Wir verbringen den ganzen Tag damit Warschau zu besichtigen.insbesondere die wiederaufgebaute Altstadt und das Parlament hinterlassen einen Eindruck.Die ganze stadt wirkt sehr aufgeraeumt und es wird viel gebaut.

faszinierend ist fuer mich der einkauf bei "carefour".Ich laufe in ein polnisches einkaufszentrum und Kaufe franzoesischen kaese und leckere lebensmittel zu billigen Preisen,warum gibt es sowas nicht bei uns...Abends will ich mir ein Bier kaufen,als ich es oeffnen will wird die bedienung in dem Spaetkauf nervoes,letzendlich stellt sich raus,das oeffentlicher alkoholkonsum in polen verboten ist und ich kriege eine braune schutztuete um die Flasche.Direkt vor dem laden stehen zwei polizisten und verspruehen autoritaet.ich druecke die Flasche auf die versteckte seite und komme mir vor wie ein 13jaehriger der versucht im supermarkt alkohol zu kaufen.

 

1 Kommentar 22.7.11 08:45, kommentieren

Warschau

Anreise ueber Posnan entspannt.In Warschau ins Hotel eingecheckt.Als ich das Motorrad in die Garage bringen will geht die Komplette Elektrik nicht mehr.Blinker,Hupe,alles tot.Nachdem ich 2 Stunden in Posnan gebraucht habe um eine neue Sicherung fuer das Navigationssystem aufzutreiben (Sonntag) ist das der zweite Elektrik-ausfall.Ich beschliesse das Problem zu vertagen.

Abends gehe ich mit Nina zur naechsten shopping-mall und schaue  mir "Transformers 3" an,einen Film "ohne Handlung" zu waehlen war ueberfluessig,da die Polen amerikanische originale mit polnischen untertiteln zeigen.sehr unterhaltsam.

22.7.11 08:36, kommentieren

Berlin-Poznan,300Km

Los gehts bei gutem Wetter,aber erst gegen 17 Uhr.Vorher wird noch ein neuer Traeger fuer die koffer zusammengeschweisst.Begleitet werde ich von Nina auf einer Lilafarbenen Aprilia.Bis Warschau moechte sie mitkommen.600 Km sind es bis Warschau und das ist erst mal auch die Tagesetappe.erstmal.Ich habe mich immer gefragt warum auf den Polen-Karten zwischen vielen grossen Stedten keine Autobahn eingezeichnet ist,als deutscher ist man gewohnt das zwischen allen groesseren Doerfern Asphaltbaender existieren.Es gibt aber kein geschlossenes Autobahnnetz.Der Verkehr staut sich auf kleinen ueberlandstrassen.Alles was man als Autobahn bezeichnen koennte kostet Maut.So wird aus einer 600Km Tagesetappe ein erschoepftes Pausieren in Poznan nach 300Km und 5 Stunden Fahrt.Zwischendurch steigt das Navigationssystem aus und jammert ueber eine fehlende Stromversorgung.Das ist unguenstig,den aufgrund einer gebrochenen Tachoschnecke ist das Navi der einzige anhaltspunkt fuer meine Geschwindigkeit.Den staendigen Stau auf den kleinen Strassen ueberbruecke ich in dem ich auf dem Standstreifen fahre von dem Nina behauptet er waehre fuer langsame Fahrzeuge vorgesehen.

 

 

 

 

25.7.11 10:52, kommentieren